mama thresl | leogang österreich

1046km trennen Heiligenhafen und Leogang? Einmal quer durch Deutschland und über die österreichische Grenze [achtung! in Österreich ist Vignettenpflicht! 10-Tages-Vignette 9.20€]. Wofür das Ganze? Ganz klar - für Mama Thresl!


Der ein oder andere von euch weiß , dass ich ein paar Jahre in den Bergen gelebt habe und immer wieder BERGweh verspüre - so auch jetzt wieder.


Wenn ich ins Mama Thresl komme, diesmal bereits zum 3ten Mal, ist es schon wie nach Hause kommen. Ich werde hier so herzlich begrüßt, dass ich das Gefühl habe schon dazu zu gehören. Die Brother´s und Sista´s, wie sich die Crew hier selbst nennt sind einfach super. Kaum eingecheckt, klopft es 5min später an meiner Tür und mir wird ein frischer Tee gebracht - WOW! Nur weil ich etwas angeschlagen und verschnupft hier angekommen bin. Und genau das meine ich, die Crew macht hier nicht nur einfach einen Job, sie LEBEN das Mama Thresl.


Das ist aber nicht das einzige, was mich grad sprachlos macht. Ich habe ein Upgrade bekommen und nicht nur die Zimmerkategorie heißt "Near to Heaven", sondern so fühle ich mich auch.


24m² voller rustikalem Charme und extrem viel Lässigkeit, eben ganz nach dem Motto "Urban Soul meets the Alps". Das ist aber nicht alles, denn auf meiner eigenen Terrasse habe ich nicht nur eine sau bequeme Hängematte sondern auch einen Hot Pot ganz für mich allein. Ich bin wirklich im Himmel.




Das Mama Thresl trifft für mich einfach den Zeitgeist und ist nicht umsonst so bekannt für den Style und die Lässigkeit. Hier verschmelzen Natur und Design und das flotte "DU" kommt eh immer gut an, wie ich finde.


Jetzt gibt es aber erstmal etwas zu essen. Ach, was wäre ich ohne Essen? Okay, wahrscheinlich dünner aber auch nur halb so glücklich - hmmm Teufelskreis. Egal ! Ab zum Frühstück.

Ich bin ja eigentlich kein Frühstücksmensch und geh´meist ohne aus dem Haus, aber hier im Mama Thresl kann man sich das Frühstück einfach nicht entgehen lassen. Regionale Produkte und alles mega frisch. Von der Chefin Lisa selbst gemachte Smoothies für den Vitaminkick am Morgen oder frisches Körnerbrot mit Avocado und Ei. Nach Wunsch wird dir aber auch dein eigenes Omelette gezaubert - perfekt für den Start in den Tag.


Heute möchte die Sonne nicht so rauskommen aber das macht gar nichts. Ich kann den Tag auch wunderbar im Hotel verbringen, denn entweder genießt man die tolle Aussicht vom Rooftop, wenn Wetter und Temperaturen es zulassen oder gönnt sich wirklich mal eine kleine SPA Auszeit in der Sauna.


Neuer Tag, neues Glück. Mein Ziel ist heute Südtirol. Richtig: Italien! Von Leogang aus sind es ca. 2.5h mit dem Auto. Was ich da will? Ich möchte zum Pragser Wildsee und herausfinden, ob der See wirklich so instagramable ist. Ich bin ja gar kein Fan von solchen Spots, wo sich dann 100te Leute rum tingeln, nur um DAS eine Foto zu schießen aber heute will ich es wissen.

Allein die Fahrt nach Südtirol lohnt sich wirklich [achtung! Maut Felbertauernstrasse 11€]. Durch die verschiedenen Täler, berg rauf und berg runter und der Herbst zeigt sich in den tollsten Farben - der Oktober ist absolut ein Monat, den man definitiv in den Bergen verbringen kann.


Ich kann mit dem Auto direkt bis zum Pragser Wildsee hinauf fahren und dort auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz parken [3h kosten hier 6€]. Mal sehen, was mich erwartet.

Okay WOW! Der Pragser Wildsee [italienisch Lago di Braies] mitten in den Dolomiten. Der See ist neben den Drei Zinnen in der Hauptsaison wahrscheinlich der absolute Social Media Hype. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt im Oktober hier fast alleine bin.

Unendliche Ruhe strahlt der See aus und das Wasser schimmert in allen Nuancen von tief dunklem Blau bis Smaragdgrün und die Holzboote sind entlang des Bootshauses aufgereiht wie auf einer Perlenkette.


Sobald die Sonne aber weg ist, wird es doch frisch am See und nachdem ich 90min gebraucht habe, um einmal um den See herum zugehen [ca. 4km], mach´ ich mich nun auf den Rückweg nach Österreich.

Heute jagd aber auch ein Highlight das nächste. Auf meinem Weg zurück nach Leogang bin ich mal nicht die Straße geradeaus gefahren sondern über die Großglockner Hochalpenstrasse [achtung! Tageskarte 36.50€]. Mit einer Länge von 48km und insgesamt 36 Kehren/Kurven ist es ein beliebtes Ausflugsziel und bis nach oben durchquere ich mehrer Vegetationszonen - von der schönen Herbstwiese in allen Farben bis oben zum ewigen Eis. Oben angekommen auf ca. 2.550m, sind es statt 23° unten im Tal nur noch 3° und Wind.

Abends bin ich dann zum Hut-Essen in Huwi´s Alm im exklusiven Bergdorf Priesteregg. Das Hut-Essen ist ein kulinarisches Hightlight, welches meinen Tag perfekt ausklingen lässt.

Als ich oben ankomme, erwarten mich die letzten Sonnenstrahlen und der Blick über das gesamte Tal.

Überall waren schon Kerzen angezündet und ein kleines Lagerfeuer sorgte für unglaubliche Gemütlichkeit. Im Gasthaus sitz´ ich neben einem Ofen und leise Loungemusik begleitet meinen Abend.

Vorerst gibt es einen gemischten Salat mit Balsamico und dazu frisches, warmes Knoblauchbrot.

Dann wird der "Hut" angezündet und somit auch die herzhafte Rinderbrühe in der Krempe erhitzt. Nach und nach packe ich nun das vorbereitete Fleisch [ Galloway Rind aus eigener biologischer Zucht] an den heißen Hut und nur einen Augenblick später ist es perfekt medium und ein abslouter Genuss. Wenn man möchte, kann man das Fleisch, während es am Hut hängt auch immer wieder mit der Brühe übergießen, so bekommt es einen noch intensiveren Geschmack und bleibt saftig. Dazu gibt es verschiedene Saucen und Ofenkartoffeln.


Wer also mal hier in der Gegend ist! Ab zu Huwi auf die Alm! [unbedingt vorab reservieren].


Aber nicht nur Huwi´s Alm ist einen Besuch wert, auch das Bergdorf Priesteregg allgemein.


Auf 1.100m Höhe ist es hier in Leogang ein absoluter Insider und "noch" kleiner Geheimtipp. 16 Chalets mit atemberaubenden Blick auf das Tal und die Leoganger Berge.

Alle Chalets sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und die natürlichen edlen Materialien wie u.a. Zirbenholz und Naturstein sorgen für absolute Gemütlichkeit - urig aber nicht verstaubt und luxuriös aber nicht to much und alles mit großer Nachhaltigkeit. Chapeau an Renate und Huwi!


Ich darf euch mitnehmen in das Willy Bogner Chalet und kennt ihr das Gefühl, nach einem Ort zu suchen, wo man sich zuhause fühlen kann, wo man einfach leben und Mensch sei kann? Ich habe ihn gefunden!

Draußen der beheizte Infinitypool lädt mich zum morgendlichen Schwimmen ein und ich hab das Gefühl, dass gesamte Tal liegt mir zu Füßen. Frühstück bekomm´ ich direkt ins Chalet gebracht und wenn ich morgens aufwache, steht schon alles bereit in der Küche. Nicht nur der Blick vom Schlafzimmer ist beeindruckend, auch der verglaste Wohnbereich lässt die alpine Umgebung mitten in den Raum dringen.

Für mich, als Sauna & Wellnessliebhaberin, gibt es auch eine finnische Sauna, ein Dampfbad und eine Außendusche. Zum entspannen geht es danach in den 37°warmen Hot Tub, den kenne ich ja schon aus dem Mama Thresl. Darf ich hier bitte einziehen?


Da ich dieses Chalet bzw. das Bergdorf kaum mit Worten beschreiben kann, findet ihr alle wichtigen

Info´s auch hier: www.priesteregg.at


An meinem letzten Tag, geht es für mich ins Pinzgauer Saalachtal zur Seisenbergklamm [Eintritt 6€]. Einfach nochmal bisschen Bergluft schnuppern und die Natur genießen, bevor es für mich zurück ans Meer geht. Die Sonnenstrahlen brechen durch die Laubblätter und der Wald zeigt sich so bunt, wie es nur geht. Die ersten Stufen führen mich höher und höher, neben mir immer ein kleiner Bach mit glasklaren Wasser.


Und kennt ihr auch diese kleinen Steinhaufen, die man in Gebirgen baut, um vor bösen Trollen geschützt zu werden. Die findet man hier auch an jeder Ecke und auch ich habe mich architektonisch mega ins Zeug gelegt.


Die Stufen gehen immer weiter Richtung Felsen und auch das Rauschen von dem Wasser wird immer lauter, bis ich schließlich mitten in der Felsspalte stehe und der Steg mich da quer durch führt.


Nach 90min bin ich durch die komplette Klamm gewandert - 250 Stufen vorbei an Wasserfällen, Felswänden mitten im Wald. Jetzt noch paar gscheite Kasspatzn auf der Alm und ein Radler dann heißt es Pfiat di Österreich.