thailand | südostasien

Südostasien bzw. Thailand stand schon lange auf meiner Bucket-List. Obwohl meine Cousine seid 11 Jahren in Bangkok lebt, habe ich  es dennoch irgendwie nie auf die Reihe bekommen, sie zu besuchen. Aber jetzt endlich!


Diese Reise ist relativ spontan und somit bin ich völlig ohne Plan, was mich in Thailand erwarten wird und wo ich überall landen werde. Aber nun gut - 2 Wochen Asien stehen nun vor mir. Klassisch touri-like sitz ich also im Flieger (Direktflug Frankfurt-Bangkok) mit meinem Marco Polo Guide und versuche so schon etwas über Thailand zu erfahren. 12h vergehen einfach mal so gar nicht. Den Reiseführer habe ich innerhalb einer 1/2 Stunde durchgelesen und nun habe ich das Vergnügen mit der netten Dame neben mir, die meine Schulter so halb als Kopfkissen missbraucht.


Einige Filme und Hörbücher später lande ich in Bangkok. Für mich geht es aber direkt weiter in den nächsten Flieger, Richtung Phuket. Ich habe ganze 48min Zeit, um meinen Anschlussflieger zu bekommen. Der Airport in Bangkok ist aber nicht gerade klein und ich muss gefühlt ans komplett andere Ende. Na klar, ich bin ja auch nur seit 19h erst auf den Beinen und jeder kennt es, nach müde kommt dumm. Also lauf ich erstmal in die komplett falsche Richtung.

Aber ich habe es geschafft und sitze nun im Flieger nach Phuket - auf ins Abenteuer.

Nach knapp 57min lande ich auch schon wieder und mache mich auf den Weg ins erste Hotel. Dies hatte ich schon vorab gebucht, da ich mir ziemlich sicher war, dass ich nach dieser halben Weltumrundung nur noch eins möchte - duschen und schlafen.


1. Ziel - Panwa Beach / Hotel Cape Panwa



Im Süden von Phuket gelegen an der Ostküste hab ich hier wirklich meine absolute Ruhe. Phuket gilt ja oft auch als "Mallorca von Thailand", was man hier auf der Insel natürlich auch haben kann, aber genau auf der anderen Seite im westlichen Teil. Vom Hotel sind es ca. 30min nach Phuket Stadt und man ist wieder mitten im Leben - je nachdem, was man eben möchte.


Hotel Cape Panwa liegt etwas höher gelegen, sodass ich einen wundervollen Blick auf das Meer habe. Ich bin eingebucht im Beach House und habe den privat Strand direkt vor meiner Tür und diesen fast für mich allein. Nachdem ich eingecheckt, geduscht und erstmal eine Kleinigkeit gegessen hatte, ging es für mich an den Strand - schlafen!


Sàwàddee ká - Hallo Thailand, hier bin ich.


Den nächsten Tag habe ich noch komplett in der Hotelanlage verbracht, um erstmal richtig anzukommen. Ich lag´am Strand, habe mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und ab und zu verschlug es mich an die Beach Bar. Kokosnusswasser aus einer Kokosnuss schlürfen und frische Mango essen kann so unfassbar gut tun.


2. Ziel - Khao Phing Kan / James Bond Island


Da ich zum ersten Mal in Thailand bin, habe ich mir doch so ein, zwei Dinge rausgesucht, die ich unbedingt gesehen haben "muss" bzw. sehen möchte. Dazu gehört natürlich auch James Bond Island. Ich habe keine Ahnung warum, da ich in meinem ganzen Leben noch nicht einen James Bond Film gesehen habe - aber nun gut. Ich mache mich also auf den Weg zum nächsten Hafen und spreche einen Local an, ob er mich nach Khao Phing Kan bringt. Das scheint hier so üblich zu sein und für umgerechnet ca.15€ bringt mich der nette Thailänder nach James Bond Island. Mit dem Long-Tail Boot dauert die Fahrt vom Panwa Beach ca. 1h.



Da steht er nun - mitten im Meer. Der berühmte Felsen ( Khao Ta-Pu) aus dem James Bond Klassiker " Der Mann mit dem goldenen Colt". Ich habe mir das ganze allerdings viel viel größer und impulssanter vorgestellt. Beeindruckend ist es aber dennoch. Die Insel hat sonst jedoch nicht wirklich viel mehr zu bieten. Da dies ein absoluter Touristen Hot Spot ist, kann man hier natürlich jede Menge an Gedöns kaufen, was man aber eigentlich nicht braucht.


Ich steige also wieder ins Long-Tail Boot und lasse mich weiter durch die Gegend fahren. Ich möchte nun was traditionelles sehen und erfahren, wie man hier so lebt. Mein "Guide" bringt mich nach Ko Panyi. Ein Fischerdorf, gebaut auf Stelzen mitten im Wasser. Hier leben ca. 1600, die ursprünglich aus zwei muslimischen Familien stammen. Das Dorf lebt hauptsächlich von der Fischerei. Hier gibt es sogar eine Schule, wo morgens die Mädchen und abends die Jungs unterrichtet werden. Eine Moschee dient der Bevölkerung als Treffpunkt der Gemeinschaft.


Was ich allerdings sehr beeindruckend finde und mir mein Guide erzählt, dass es in diesem Dorf ein schwimmendes Fussballfeld gibt. Inspiriert von der WM 1986 bauten hier die Kinder dieses Fussballfeld nach. Zunächst aus  alten Holzplanken und allem, was sie gefunden haben und sich dafür eignete. Fussball brachten sich die Kids hier selbst bei und inzwischen ist der Panyi FC seit 2011 einer der erfolgreichsten Jugendfussballvereine von Südthailand.



Beeindruckend, so ein Dorf mal zu sehen und wie sie dort leben. Generell ist mir hier in Thailand aufgefallen, dass alle, egal ob Mann oder Frau, groß oder klein, jung oder alt, alle sehr sehr herzlich und zuvorkommend sind - immer mit einem Lächeln auf den Lippen und nie genervt. Können wir Deutschen uns da mal bitte etwas von abschneiden?


3. Ziel - Kho Phi Phi / Maya Bay


Heute steht für mich Schnorcheln auf dem Programm. Ich habe mir wieder ein Long-Tail Boot geschnappt und fahre richtung Kho Phi Phi. Es ist gerade mal 5.30 Uhr in der Früh und ich erlebe gerade einen wundervollen Sonnenaufgang. Die meisten werden mich für verrückt halten, warum ich im Urlaub um diese Uhrzeit schon unterwegs bin. Ich habe aber die letzten Tage festgestellt, dass es hier einfach mal ab ca. 17.30 Uhr dunkel ist und ich möchte ja soviel wie möglich hier erleben und sehen. Davon mal abgesehen, sind die Temperaturen morgens noch angenehm bei 27 Grad.


Die Inselgruppe kommt immer näher und ich bin neben zwei anderen Long-Tail Booten die einzige in der Bucht von Maya Bay. Viele kennen diese Bucht aus dem Film "The Beach". Für einen Moment bin ich tatsächlich sprachlos. Das Boot fährt langsam in die Bucht, man hört einfach nichts - absolute Stille. Die Sonne ist inzwischen aufgegangen und das Wasser ist so kristallklar und die verschiedensten Fischarten sind vom Boot aus schon zu beobachten. Ray, mein heutiger Local Guide bringt mich an den Strand. Geschnorchelt wird später.


Ich genieße die Ruhe, dass Wasser und den Strand. Ich kann verstehen, dass Leonardo Di Caprio sich hier wie im Paradies gefühlt hat. Ein absolut beeindruckender Ort auf unserer Erde.






Ich hatte das Paradies für ca. 2 Stunden für mich und dann zeigte sich, warum es absolut die richtige Entscheidung war, so früh zu fahren - nun kamen die ganzen Touriboote und Massen an Leute. Eigentlich schade, dass solche tolle Flecken auf der Erde so vermarktet werden aber ich bin ja selbst nicht besser und wollte auch hier her. Okay. Weg hier....


Ray und ich machen uns auf den Weg. Nun möchte ich aber Schnorcheln. Geschnorchelt bin ich das allererste mal in Ägypten und fand das so unbeschreiblich schön, mit den Fischen zu schwimmen und im wahrsten Sinne abzutauchen in eine andere Welt.


Was mir jedoch fehlte, ist eine Unterwasserkamera - ich Depp. Ein zwei Bilder konnte ich mit meinem Handy machen aber je tiefer ich tauchte, umso weniger reagierte das Touchdisplay.




Die Zeit vergeht beim Schnorcheln wie im Flug. Ich bin wirklich wie in einer anderen Welt und die Fische und Korallen zu beobachten lässt irgendwie die Zeit stehen. Mein Kopf ist frei und ich genieße einfach nur den Augenblick.


*Schnorchel und Tauchausrüstung kann man sich an manchen Häfen ausleihen (ca.8€ /pro Tag) und bei geführten Touren, bekommt man es gestellt.


4. Ziel - Kho Phi Phi / Bamboo Island


Schnorcheln und gerade das Salzwasser machen hungrig und müde. Wir fahren nach Bamboo Island und ich schlürfe erstmal Kokoswasser (0.80€) und eine frische Mango (1.20€) stillt meinen Hunger. Den Geschmack der Mangos kann man absolut nicht vergleichen mit den Mangos, die man bei uns im Supermarkt kaufen kann. Hier schmecken sie so unfassbar fruchtig und sind gerade bei den Temperaturen mein Highlight jeden Tages. Auf der Insel bleibe ich erstmal und genieße den Tag am Strand und im Wasser.



5. Ziel - Phang Nga / Dschungel


Nach Phang Nga zieht es mich eigentlich, weil ich mal bisschen ins Landesinnere schauen will. Klar sind die Strände hier traumhaft schön aber es gibt ja sicher noch viel viel mehr in Thailand und somit bin ich hier nun im Norden von Phuket unterwegs und lasse mich überraschen, was mich hier erwartet. Bis jetzt hatte ich sogar Glück und bin von Moskitos etc. verschont geblieben - ob es hier im Dschungel so bleibt ist die Frage. 2-3 Stunden laufe ich einfach vor mich hin und von den schönsten Pflanzen bis Vogelarten treffe ich hier nicht so viel.

Es tut wirklich mal gut einfach vor sich hinzulaufen und alles auf sich wirken zu lassen. Irgendwann sehe ich von weiten aber Elefanten. Nicht ganz sicher, ob diese in Begleitung von Einheimischen sind oder tatsächlich frei rumlaufen, taste ich mich langsam vor. Ich bin tatsächlich in einem Aufzuchtscamp für Elefanten gelandet. Neugierig wie ich bin, schau ich natürlich genauer hin und sehe dann auch schon einen Pfleger. Er war mega nett und erzählt mir, dass sie hier die Elefanten schützen wollen. In Thailand ist es leider noch so, dass die Elefanten oft für Touristenattraktionen eingesetzt werden.

Heisst, dass gezielt "Elefanten Trekking" etc. angeboten werden. Hier in dem Camp gibt es 30 frei lebende Elefanten, die sich hier wirklich frei bewegen können. Das Camp ist so groß, dass man die Elefanten oft auch tagelang nicht sieht. Sie sollen sich hier wirklich frei leben. Dennoch hat jeder Elefant einen Buddie, der sich um seinen Elefant kümmert. Sprich es gibt hier verschiedene Futterstellen und auch Badeplätze, die durch die Buddies sauber gehalten werden und sollte es mal einem Elefant nicht gut gehen, dann wird sich darum gekümmert. Ich finde das eine super Sache und darf ein bisschen mit dem "Pfleger" mitlaufen.




Ein zwei jähriger Elefant namens Dundee hat es direkt in mein Herz geschafft. Ihn darf ich sogar füttern und mit ihm baden. Das ist ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde. Diese Tiere sind so wahnsinnig sensibel und liebenswert. Umso schöner finde ich es, dass sich hier um diese wunderbaren Tiere gekümmert wird, ohne sie zu vermarkten oder zu quälen.


6. Ziel - Bangkok / Big City Life


Die erste Woche ist schon rum und ich bin nun im Flieger nach Bangkok (Innlandsflug Phuket-Bangkok / 98€). Big City Life wartet nun auf mich und der Besuch bei meiner Cousine. Da ich schon viele Großstädte der Welt gesehen habe, habe ich eine kleine Vorstellung davon, wie es in Bangkok sein könnte und was mich erwartet. Ich lasse mich aber überraschen. Ich möchte natürlich so viel wie möglich von Bangkok sehen und freu mich auf die Tage hier.Mit dem Taxi geht es vom Flughafen in die Stadt. Taxifahren ist hier überhaupt nicht teuer und man nutzt es hier wie bei uns Bus und Bahn. Für 2-4€ kommt man hier gut von A nach B. Jedoch nutzen das natürlich viele und somit steht man oft im Stau. Um den Stau zu umgehen, schnappt man sich einfach ein Tuck Tuck und schlängelt sich zwischen den Taxis und Autos durch - so gelangt man am schnellsten ans Ziel. Viele Thailänder fahren aber auch mit dem Roller. Teilweise sitzen sie dort mit 4 Leuten drauf - in Deutschland unvorstellbar aber hier einfach Alltag im Straßenverkehr.




7. Ziel - Bangkok / Grand Palace


Der große Königspalast (Wat Phra Kaeo) ist für heute mein Ziel. Hier muss ich lange Hose tragen und die Schultern sollten bedeckt sein, sonst komme ich hier erst gar nicht rein. Wer daran nicht gedacht hat, kann für 3€ vor dem Grand Palace aber lange Hosen kaufen und läuft somit mit gefühlt 100 anderen, die das auch nicht wussten im Partnerlook. Der Eintritt kostet 500 Baht (12.50€) und man kann den Königspalast täglich von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr besichtigen. Ich benötigte aber auch den Personalausweis oder Reisepass an den Kontrollen am Eingang. Ich habe ca. 25min anstehen müssen, bis ich drin war aber das ist völlig okay. Die Anlage ist riesig und ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Es ist überwältigend und mir fällt es schwer in Worte zu fassen, so schön sind die ganzen Gebäude und Figuren.



Die inzwischen 39Grad sind hier natürlich extrem. Die Wärme staut sich und die vielen Menschen machen es natürlich nicht angenehmer. Zu meiner Eintrittskarte habe ich aber einen Gutschein für ein Wasser bekommen, welchen ich hier an mehreren Ständen einlösen kann.



Der Besuch lohnt sich hier wirklich sehr. Ich habe ca. 2h hier auf dem Gelände verbracht und möchte mir auf jeden Fall den Wat Pho auch noch anschauen, der dieser Tempel direkt neben dem Grand Palace ist und man das gut miteinander verbinden kann.


8. Ziel - Bangkok / Wat Pho Tempel


Im Wat Pho Tempel ist mein erstes Ziel eine klassische thailändische Fußmassage. Nachdem ich schon die ganze Zeit im Grand Palace rum gelaufen bin, tut das jetzt richtig gut. Der Wat Pho Tempel ist auch dafür bekannt, hier eine richtig gute Massageausbildung machen zu können. In kleinen Massagehäusern bieten die Massageschüler hier günstige Massagen an. Von der traditionellen Thai Massage, Kopfmassage bis Fußmassage kann man hier alles bekommen. Für 2€ lasse ich mir 30min meine Füße und Waden massieren - das tut so verdammt gut.


Und dann möchte ich ihn endlich sehen, den liegenden Buddha. Mit einer Länge von 46m lang und Höhe von 15m, komplett aus Gold , ist er wohl mit der bekannteste Buddha und das Highlight meines Tages.



Wahnsinnig beeindruckend. Die einzelnen Tempelhäuser darf man hier nur barfuß betreten, was auf dem kalten Marmor aber echt gut tut.Die Tempelanlage des Wat Pho ist etwas anders als der Grand Palace aber mindestens genauso schön. Viele Buddhastatuen und Mosaikverzierungen mit viel Liebe zum, Detail. Wirklich sehr sehr schön. Die gesamte Anlage ist sehr sehr sauber und wird auch streng überwacht, was man aber kaum bemerkt.



Der Wat Pho Tempel ist täglich von 8.30  Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und der Eintritt kostet hier 100 Baht (ca. 2.60€).


9. Ziel - Bangkok / Wassertaxi und Jim Thompson House


Nachdem ich gestern die Tempelanlagen von Bangkok unsicher gemacht habe, lasse ich den Tag heute entspannt angehen und fahre mit dem Wassertaxi zum  Jim Thompson House. Jim Thompson  war ein amerikanischer Soldat, der in Bangkok/Asien die Seiden,- und Textil-Industrie revolutionierte. Thompson war ein hochbegabter Verkäufer und machte innerhalb weniger Jahre die thailändische Seide populär.

Das Jim Thompson House, welches aus mehreren traditionellen thailändischen Häusern besteht,  ist heute ein Museum und viele Gemälde und auch Antiquitäten erinnern an ihn und sein mysteriöses Verwinden 1967  im Dschungel Malaysia. Es ist ein Ort der Ruhe mitten im belebten Bangkok.




Es werden täglich mehrere Touren (ca. 40min / 2.50€) angeboten, wo man durch das Wohnhaus Thompsons geht und so etwas über ihn und seine Geschichte erfährt. Es ist eine tolle Mischung aus Kunst, Kultur und Architektur. Im Restaurant, welches sich direkt neben dem Museum befindet, mache ich eine kurze Pause und genieße einen frisch gepressten Saft und Eis.


10. Ziel - Bangkok / Moon Bar - Banyan Tree Hotel


Abends treffe ich mich mit meiner Cousine in der Skybar vom Banyan Tree Hotel. Von so vielen habe ich gesagt bekommen, dass die Sky Bars in Bangkok so unfassbar schön wären und genau das überprüfe ich jetzt einmal. Der Fahrstuhl bringt uns in die 61. Etage des Hotels und als ich nach draußen kam, war ich tatsächlich sprachlos. Ich habe das Gefühl, ganz Bangkok liegt mir zu Füßen. Wow.

Hier oben gibt es zu einem das Vertigo Restaurant und zum anderen die Moon Bar. Mein Gin Tonic hat mich zwar gerade 21€ gekostet aber das ist er hier oben absolut auch wert. 17.oo Uhr öffnet die Bar und man merkt, je später der Abend wird, umso voller wird auch die Dachterrasse und viele bekommen keinen Platz mehr - scheint also wirklich ein absolutes Highlight zu sein.




11. Ziel - Bangkok / Klong Tour


Wassertaxi zu fahren ist hier eine super Möglichkeit um nicht nur auf die andere Seite des Flusses Chao Praya, (einer der Hauptwasserstrassen hier) zu kommen, sondern auch toll, um Bangkok einfach mal von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Heute mach ich eine sogenannte Klong Tour. Heißt ich nehme mir wieder ein Long-Tail Boot, wie ich es von Phuket schon kenne und lasse mich so den Fluss auf und abwärts fahren. Für 600Baht (ca. 16€) fahre ich also los und genieße den Fahrtwind auf dem Wasser. Die Hitze in der Stadt ist so krass, da tut es wirklich mal gut, auf dem Wasser zu sein. Ich habe das Boot für mich allein und mein "Kapitän" zeigt mir verschiedenste Ecken von der Wasserseite aus. Wir fahren zum Tempel Wat Arun, wo er sogar auf mich wartet, so lange ich mir den Tempel anschaue. Wat Arun ist ein nicht ganz so großer Tempel wie Wat Pho z.B. aber dennoch sehenswert.




Weiter mit dem Boot geht es einen Seitenarm entlang, wo ich die bekannten schwimmenden Märkte kennen lerne. Dies sind ebenso Boote, wo die einheimlichen Obst, Getränke aber auch Souvenirs verkaufen. Sie fahren einfach an die Boote ran und preisen ihre Ware an. An den Wochenenden gibt es sogar einen ganzen Floating Markt. Hier auf dem Fluss trifft man nur vereinzelt auf ein paar Händler.




3 Stunden bin ich ungefähr auf dem Wasser unterwegs und es war toll. Kann ich jedem empfehlen. Man kann das ganze aber auch auf eigene Faust machen. Hier auf dem Chao Praya Fluss gibt es eine Fähre, die gefühlt alle 5min fährt, mit der man bequem verschiedene Punkte anfahren kann. Wie ein Bus auf dem Fluss eigentlich. Da kann man einfach aufspringen, muss sich aber ein Ticket holen. Ich lasse mich in der nähe der Khao San Road raus schmeissen und bin schon am nächsten Ziel, welches ich unbedingt sehen und erleben will.


12. Ziel - Bangkok / Khao San Road


Die Khao San Road ist die sogenannte Backpacker Straße. Hier gibt es viele Hostels, wo viele Rucksacktouristen unterkommen und auf der kompletten Strasse kann man anscheinend super viel erleben. In der einen Ecke lassen sich zwei Mädels tätowieren, in der anderen kann man Insekten essen und überall sind Bars und Restaurants wo die Menschen entspannt den Tag verbringen. Hier ist es wirklich international und eine ganz tolle Stimmung. Ich kann es gar nicht beschreiben, es ist einfach ein tolles miteinander von vielen Kulturen und alle haben gute Laune. Ich genieße den restlichen Tag mit ein paar Drinks und probiere sogar auch einen Skorpion, welcher gar nicht so schlimm war. Ist eben doch nur Kopfsache. Abends verwandelt sich die Strasse dann in eine Partymeile. Alle tanzen auf der Strasse und genießen einfach das Leben bei guter Musik. Sollte man auf jeden Fall mal erlebt haben, wenn man in Bangkok ist.



13. Ziel -Ayutthaya / Tempel


Von Ayutthaya habe ich schon so viel gehört und somit ist dies mein letztes Ziel auf meiner Reise. Die Stadt liegt ca. 80km nördlich von Bangkok und ich fahre mit dem Taxi dort hin. Der Fahrer wartet vor Ort auf mich und bringt mich dann später auch wieder zurück nach Bangkok. Das ganze für 30€. Man kann aber auch mit dem Boot von Bangkok nach Ayutthaya, es fahren aber auch Busse.


Ayutthaya ist die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Siam. 1767 wurde sie jedoch durch die Burmesen zerstört und geplündert. Heute erinnern nur noch die Ruinen an die damalige Stadt. Aber genau diese Ruinen sind eine Reise wert und wurden sogar inzwischen zum Weltkulturerbe ernannt. Ich laufe zwischen alten Tempel und Klöstern umher, entdecke immer wieder Statuen und beeindruckende Architektur. Bequem kann man sich hier von einem Tuck Tuck zu den einzelnen Tempeln fahren lassen, da die Fläche der Stadt zu groß ist, um alles zu Fuß zu erkunden.



Abends geht es für mich dann leider auch schon wieder Richtung Flughafen und somit zurück ins kalte Deutschland. Die Zeit hier in Thailand verging wirklich wie im Fluge und ich wäre so gern noch länger geblieben, da es noch so wahnsinnig viel zu entdecken gibt. Somit war dies sicher nicht meine letzte Reise hier nach Asien.



Sàwàddee ká - Tschüss Thailand.